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Baubiologie
Baubiologie ist die Lehre von den ganzheitlichen Beziehungen zwischen der bebauten Umwelt und ihren Bewohnern.
Baubiologie gehört den biologisch-kulturell orientierten Fachbereichen an; es ist kein engbegrenztes Spezialfach, vielmehr ist es fachübergreifend.
Nur unter einem derartigen geistigen Überbau stehen Mensch und Kultur im Mittelpunkt des Bauens und Siedelns und nicht etwa Prestige des Einzelnen, Parteipolitik, Dirigismus, egozentrische, ökonomische oder sonstige Belange.
Fehlt das biologische Prinzip zur Befriedung des elementaren Wohnbedürfnisses der Menschen, dann gehen Baukultur und Baukunst zugrunde. Das Baugeschehen wird banal, seelenlos, unmenschlich, verantwortungslos. Die bestehenden Verhältnisse, in denen der Mensch seelisch-geistig-körperlich verkümmert und erkrankt, bestätigen dies allzu deutlich.


Baubiologie


Die Baubiologie steht für die ganzheitlichen Beziehungen zwischen dem Menschen und der Wohnumwelt Die Baubiologie steht für die ganzheitlichen Beziehungen zwischen dem Menschen und der Wohnumwelt
Die Baubiologie hat sich die Förderung des Umwelt- und Gesundheitsschutzes für die Bevölkerung durch baubiologisches Beraten, Planen, Untersuchen, Messen, Begutachten, und Mitwirken beim Bauen, Renovieren und Sanieren zum Ziel gesetzt. Untersuchungen und Analysen von Häusern, Wohnungen, Grundstücken, Einrichtungen und Materialien werden nach dem aktuellen Standard der Baubiologischen Messtechnik (SBM) durchgeführt, mit dem Ziel, gesundheitliche Risikofaktoren aufzuzeigen und Alternativen zu entwickeln. Die Baubiologen und Baubiologinnen im VERBAND BAUBIOLOGIE arbeiten auf seriöser naturwissenschaftlicher Basis unter Berücksichtigung eigener erfahrungswissenschaftlicher Erkenntnisse.                                                          Für gesundes Wohnen sind vom Institut für Baubiologie und Oekologie Grundregeln entwickelt worden:  25 Grundregeln der Baubiologie (aktualisiert 10-2005): Bauplatz ohne natürliche und künstliche Störungen Wohnhäuser abseits von Emissions- und Lärmquellen Dezentralisierte, lockere Bauweise in durchgrünten Siedlungen Wohnung und Siedlung individuell, naturverbunden, menschenwürdig und familiengerecht Keine sozialen Folgelasten verursachend Baustoffe natürlich und unverfälscht Natürliche Regulierung der Raumluftfeuchte unter Verwendung feuchteausgleichender Baustoffe Geringe und rasch abklingende Neubaufeuchte Ausgewogenes Maß von Wärmedämmung und Wärmespeicherung Optimale Oberflächen- und Raumlufttemperaturen Gute Luftqualität durch natürlichen Luftwechsel Strahlungswärme zur Beheizung Naturgemäße Licht-, Beleuchtungs- und Farbverhältnisse Das natürliche Strahlungsumfeld wenig verändernd Ohne Ausbreitung elektromagnetischer Felder und Funkwellen Verwendung von Baustoffen mit geringer Radioaktivität Orientierung des Schall- und Vibrationsschutzes am Menschen Geruchsneutral oder angenehmer Geruch ohne Abgabe von Giftstoffen Weitgehende Reduzierung von Pilzen, Bakterien, Staub und Allergenen Bestmögliche Trinkwasserqualität Zu keinen Umweltproblemen führend Minimierung des Energieverbrauchs unter weitgehender Nutzung regenerativer Energiequellen Baustoffe bevorzugt aus der Region, den Raubbau an knappen und risikoreichen Rohstoffen nicht fördernd Anwendung physiologischer und ergonomischer Erkenntnisse zur Raumgestaltung und Einrichtung Berücksichtigung harmonikaler Maße, Proportionen und Formen Die Baubiologie hat sich die Förderung des Umwelt- und Gesundheitsschutzes für die Bevölkerung durch baubiologisches Beraten, Planen, Untersuchen, Messen, Begutachten, und Mitwirken beim Bauen, Renovieren und Sanieren zum Ziel gesetzt. Untersuchungen und Analysen von Häusern, Wohnungen, Grundstücken, Einrichtungen und Materialien werden nach dem aktuellen Standard der Baubiologischen Messtechnik (SBM) durchgeführt, mit dem Ziel, gesundheitliche Risikofaktoren aufzuzeigen und Alternativen zu entwickeln. Die Baubiologen und Baubiologinnen im VERBAND BAUBIOLOGIE arbeiten auf seriöser naturwissenschaftlicher Basis unter Berücksichtigung eigener erfahrungswissenschaftlicher Erkenntnisse.                                                          Für gesundes Wohnen sind vom Institut für Baubiologie und Oekologie Grundregeln entwickelt worden:  25 Grundregeln der Baubiologie (aktualisiert 10-2005): Bauplatz ohne natürliche und künstliche Störungen Wohnhäuser abseits von Emissions- und Lärmquellen Dezentralisierte, lockere Bauweise in durchgrünten Siedlungen Wohnung und Siedlung individuell, naturverbunden, menschenwürdig und familiengerecht Keine sozialen Folgelasten verursachend Baustoffe natürlich und unverfälscht Natürliche Regulierung der Raumluftfeuchte unter Verwendung feuchteausgleichender Baustoffe Geringe und rasch abklingende Neubaufeuchte Ausgewogenes Maß von Wärmedämmung und Wärmespeicherung Optimale Oberflächen- und Raumlufttemperaturen Gute Luftqualität durch natürlichen Luftwechsel Strahlungswärme zur Beheizung Naturgemäße Licht-, Beleuchtungs- und Farbverhältnisse Das natürliche Strahlungsumfeld wenig verändernd Ohne Ausbreitung elektromagnetischer Felder und Funkwellen Verwendung von Baustoffen mit geringer Radioaktivität Orientierung des Schall- und Vibrationsschutzes am Menschen Geruchsneutral oder angenehmer Geruch ohne Abgabe von Giftstoffen Weitgehende Reduzierung von Pilzen, Bakterien, Staub und Allergenen Bestmögliche Trinkwasserqualität Zu keinen Umweltproblemen führend Minimierung des Energieverbrauchs unter weitgehender Nutzung regenerativer Energiequellen Baustoffe bevorzugt aus der Region, den Raubbau an knappen und risikoreichen Rohstoffen nicht fördernd Anwendung physiologischer und ergonomischer Erkenntnisse zur Raumgestaltung und Einrichtung Berücksichtigung harmonikaler Maße, Proportionen und Formen
























BAUBIOLOGIE MAES VORTRAG WISSENSCHAFT


WISSENSCHAFT - wirklich?
Gesundheitsrisiko Mobilfunkstrahlung:
Wo bleibt die wissenschaftliche Anerkennung?


Vortrag von Wolfgang Maes, Sachverständiger für Baubiologie / Journalist DJV


auf dem Kongress des Institutes für Baubiologie IBN und Verbandes Baubiologie VB "Baubiologie-Architektur-Umweltmedizin" im Kultursaal von Bad Endorf am 5. Mai 2006


auf dem Kongress "Elektrosmog 2008" im Marriott Hotel Berlin am 20. September 2008


Was Wissenschaftler nachgewiesen haben, das gilt noch lange nicht als wissenschaftlich nachgewiesen. Ich brauchte lange, um das zu begreifen.


Der britische Strahlenexperte Dr. Neil Cherry findet nach Auswertung der weltweiten Forschungsergebnisse die "Beweislage einfach überwältigend". Ich allein kenne über 100 (es gibt noch viel mehr) wissenschaftliche Arbeiten von Universitäten, Ländern, Behör-den, Instituten, Experten. Da wird jahrelang geforscht, werden Millionen investiert, un-zählige Daten zusammengetragen, und man kommt zu besorgniserregenden Resultaten: Ja, riskant ist er schon, der Mobilfunk, die Handystrahlen, sehr sogar. Und dann kommen die Industrie, Ministerien, Ämter, die Forschungsgemeinschaft Funk... und behaupten: "Alles nicht richtig bewiesen, nicht schlüssig." Und unsereins versteht: Alles Mist, dumm gelaufen, stimmt ja gar nicht. Strahlenschützer setzen noch eins oben drauf: "Alles un-gefährlich, alles nur Angst vor der Strahlung." Und Umweltminister Gabriel verkündet als Resümee des in diesem Jahr abgeschlossenen Mobilfunkforschungsprogramms sichtlich zufrieden: "Es gibt keinen Grund die Grenzwerte zu senken." Es scheint, als wollten nicht nur die Industrie, sondern auch der Gesetzgeber und seine amtlichen Strahlenschützer die Strahlen vor den Menschen schützen und nicht die Menschen vor den Strahlen.


Oft kommen unabhängige Wissenschaftler auf unterschiedlichen Wegen zu gleichen Er-gebnissen: Dr. von Klitzing findet ungewöhnliche EEG-Effekte im Einfluss der Strahlung von Handys und Funkstationen, die Berliner Bundesanstalt für Arbeitsmedizin ebenfalls ("Kein Zweifel!"), Prof. Ross Adey vom renommierten Loma-Linda-Institut in Kalifornien, Motorola-Ingenieur Robert Kane, das Pro-Science-Institut im Auftrag der Telekom sowie zehn Universitäten von Moskau über München und Zürich bis Louisiana auch.


Weltklasse-Wissenschaftler aus dem schwedischen Lund stellen als Nebenwirkung der mobilen Telefonitis die Öffnung der Blut-Hirn-Schranke fest, das mehrfach. Von den Unis Köln und Münster kommt die Bestätigung, aus ganz Europa und Japan ebenso. US-Wis-senschaftler beschreiben schon in den 70ern "signifikante Undichtigkeiten der Blut-Hirn-Barriere" im Funkeinfluss. Die Hirnforscherin Dr. Lange befürchtet nach Sichtung der in-ternationalen Studienresultate: "In 20 Jahren sind wir ein Volk von Demenz-Kranken."


Prof. Varga bestrahlt Hühnereier mit Funkwellen, die Folge: fast nur tote Küken und eini-ge verkrüppelte. Ein Reihe von Wissenschaftlern, der russische Strahlenschutz, die Tele-kom und private Hühnerzüchter, alle kommen zu gleichen Ergebnissen: solche Mikrowel-len - wie immer weit unterhalb der Grenzwerte - schädigen und killen Hühnerembryonen.


Der WHO-Beauftragte Dr. Repacholi findet Krebs bei Mäusen, Prof. Löscher bei Ratten, andere bei Katzen und Affen, ausgelöst von den Feldern des Mobilfunks. Experten aller Länder warnen und mit ihnen das Deutsche Krebsforschungsinstitut. Das EU-Parlament sorgt sich: "Angesichts der Vielzahl wissenschaftlicher Befunde kann man weder das Krebsrisiko noch verschiedene andere biologische Effekte einfach abtun."


Berichte von DNA-Brüchen, Leukämie und Hirntumoren kommen von amerikanischen, russischen, chinesischen, israelischen, italienischen, britischen und deutschen Universi-täten, von Prof. Adlkofer und den Reflex-Forschern, der Berliner Charité, vom Ecolog-In-stitut, der Europäischen Umweltagentur, dem Europäischen Parlament, selbst von Nokia.
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Weniger als eine Minute Handytelefonat reichen, und die normalerweise im Blut losge-löst und frei schwimmenden roten Blutkörperchen verklumpen, ziehen sich wie magne-tisch an, bilden Geldrollen. Das finden Dr. Petersohn und andere Umweltmediziner und sorgen sich. Schüler des Spaichinger Gymnasiums bekommen für den mikroskopischen Nachweis dieser Geldrollenbildung im Funkeinfluss den 1. Preis von 'Jugend forscht'.


Mobilfunk stört, reizt, schädigt und tötet Nervenzellen, das berichten ein Dutzend Hoch-schulen aus Frankfurt, Wales, Bristol, Warwick, Verona, Florenz, Lund... Ähnliche For-schungsresultate kommen auch aus den USA, Australien, Neuseeland, Indien und Japan.


Die Fruchtbarkeit ist bei Erwachsenen und Jugendlichen gefährdet, wenn das Handy nur auf Stand-by in der Hosentasche getragen wird. Mediziner, Biologen und Unis aus vier Kontinenten finden: Die Spermienbeweglichkeit wird reduziert. Die chinesische Ex-pertin und WHO-Beraterin Prof. Huai Chiang schüttelt den Kopf: "Früher haben wir mit den Mikrowellen Geburtenkontrolle gemacht. Heute telefonieren wir damit. Sehr schön."


Kinder sollten nicht handytelefonieren, Jugendliche nur in Notfällen, so das Bundesum-weltministerium, der britische Gesundheitsminister, die Akademie für Kinderheilkunde, das Heidelberger Krebsforschungszentrum, das russische Strahlenschutz-Komitee, die Kompetenzinitiative, Mediziner und Neurologen. Kinderärzte warnen. Schulen und der Lehrer-Verband Bildung und Erziehung fordern das Handyverbot, die Wiener Ärztekam-mer auch. Prof. Sir William Stewart leitete eine internationale Wissenschaftlerkommissi-on und kam in der bislang weltgrößten Studie über Mobiltelefone zu dem Schluss: "Wer Sechszehnjährige zum Kauf von Handys ermuntert, handelt verantwortungslos."


Die Strahlenschutzkommission der Bundesregierung weiß: "Es gibt eine Fülle von Hin-weisen auf Gesundheitsbeeinträchtigungen." Die Bundesärztekammer ermahnt das Bun-desamt für Strahlenschutz, fordert die massive Senkung der viel zu hohen Grenzwerte. Die Europäische Umweltagentur EEA, die Fachbehörde für Umweltfragen bei der EU, fasst 200 wissenschaftliche Studien zusammen und folgert: "Mobilfunk ist gefährlich!"


Alles Fehlalarm? Nein, die Studien sind professionell, schlüssig, aussagestark, wissen-schaftlich, entsprechen den Tatsachen, stimmen. Die Küken sind wahrlich mausetot, die Peaks im EEG unübersehbar, im Gehirn braune Flecken, die Blut-Hirn-Schranken porös, die DNA gebrochen, die Nerven gereizt, die Blutkörperchen wie Froschlaich, die Ohren rauschen, der Blutdruck steigt, die Konzentration sinkt. Das sind Fakten. Die Forscher, die all das und noch viel mehr fanden, sind fachlich kompetent, weltweit bekannt und anerkannt, kommen von renommierten Universitäten, Instituten, Laboren, Behörden, von der WHO, selbst von den Funkbetreibern. Fehlalarm? Kann nicht sein. Wo ist der Haken?


Die verbindliche Verordnung nimmt für sich in Anspruch: "Wir setzen Grenzwerte auf der Basis nachgewiesener Effekte fest. Ziel ist es, vor wissenschaftlich bewiesenen Ri-siken zu schützen." Aber das tun sie ja gerade nicht, oder doch? Da wurde schon derart viel nachgewiesen, aber bei der Grenzwertfestlegung ist nichts, gar nichts davon zu fin-den. Dennoch haben sie irgendwie Recht, aus ihrer Sicht, die traditionellen Wissenschaft-ler, jene konservativen Gesetzeshüter, welche einzig und allein Thermik, einzig Wärme zu ihrer allzu theoretischen und voreiligen Berechnungs- und Bewertungsgrundlage ge-macht haben. Warum? Weil die Umwandlung von elektromagnetischer Strahlung in Wär-me zurzeit immer noch der einzige biologische Wirkmechanismus ist, der weltweit un-widersprochen und wasserfest wissenschaftlich bewiesen ist und von allen, auch der Industrie, anerkannt wird. Ob das gefällt oder nicht, berechtigt oder nicht, veraltet oder nicht, naiv oder nicht, gerissen oder nicht, Politik oder nicht, Taktik oder nicht, es ist so.


Krebs, Leukämie, Hirntumore, durchlässige Blut-Hirn-Schranken, EEG-Peaks, Nervenreiz, Kopfschmerz, Schlafstörung und andere Sorgenkinder haben mit Thermik aber gar nichts zu tun. Hierbei geht es um andere nichtthermische Wirkmechanismen, eben nicht mit simpler Wärmeentwicklung erklärbare Folgen. Erwärmung ist beim Mobilfunk nicht das Problem, hierfür sind die Feldstärken zu schwach. Für eine nennenswerte Erhitzung von Körpern oder Körperteilen bedarf es sehr starker Felder, ähnlich jener im Mikrowellen-herd, die im Mobilfunkalltag nicht zu finden sind. Thermik ist aber Basis der Grenzwerte. Es fällt schwer mit den vielen vorhandenen, aber nicht auf Hitzeentwicklung basieren-den biologischen Effekten und Problemen in das antike Gemäuer der Thermik einzudrin-Wissenschaft - wirklich? Seite 3




gen. Diese fragwürdige Thermikhypothese ist Wissenschaft, auf ihr bauen die Grenzwer-te auf. Wenn man so viel Manschetten hat vor Thermik, warum werden Wärmflaschen, Haarföne, Sauna und Sonnenbaden nicht verboten? Die können es doch viel gründlicher.


So argumentieren die Thermikanhänger um die Wette. Amtlicher Strahlenschützer Prof. Bernhardt: "Zweifelsfrei verstanden haben wir beim Funk nur die thermische Wirkung, und nur auf dieser Basis können wir Grenzwerte festlegen." Strahlenschützer Prof. Silny: "Thermische Wirkungen sind eindeutig nachgewiesen, deshalb werden nur sie als rele-vant für Grenzwerte betrachtet." Und die anderen, die wissen, dass sich die Wirkung von Elektrosmog nicht auf Thermik reduzieren lässt, erheben Einspruch. Dr. Becker: "Mobil-funkwellen zeigen weit unter dem thermischen Niveau bedeutsame Wirkung." Dr. Cher-ry: "Es ist wissenschaftlich unhaltbar, dass es nur Wärmeauswirkungen geben soll." Prof. Popp: "Wir müssen uns von dieser konventionellen Vorstellung, dass elektromagnetische Felder lediglich thermische Sensationen bewirken, endgültig lösen." Dr. von Klitzing: "Die thermische Hypothese ist falsch." Das Resümee von 16 internationalen Wissenschaftlern in Wien: "Nichtthermische biologische Effekte gelten als wissenschaftlich gesichert." Die Bundesanstalt für Arbeitsmedizin: "Handywellen, die noch keinen Thermikeffekt auslö-sen, können biologisch wirksam werden." Das sollte reichen, tut es aber nicht. Warum?


Was muss man tun für das Prädikat "wissenschaftlich gesichert, bewiesen..."? Hierfür muss es doch handfeste Kriterien geben. Wo ist die wissenschaftliche Oberinstanz, jene graue Eminenz, die über allem thront und sagt: "Nun gilt das als perfekt, als objektiv, nun müssen wir Grenzwerte senken." Ich habe herumtelefoniert, von Uni zu Uni, habe Wissenschaftler gefragt, sie wussten es selber nicht genau. "Ja, so lange von irgendwo her geringste Zweifel bestehen..." Von irgendwo her heißt zumeist: von der Industrie. Und von den verordnungstreuen, am alten Wärmekonzept festhaltenden Akademikern bzw. den Politikern, Behörden, Ärzten und Verantwortlichen, die sich auf sie stützen.


Hier die beiden wesentlichsten Kriterien für ein traditionelles, strenges und endgültiges "wissenschaftlich bewiesen, nachgewiesen, gesichert, fundiert":


- Mehrere voneinander unabhängige Untersuchungen unter gleichen Bedingungen
- Anerkannt schlüssiger Wirkungsmechanismus


Als bewiesen gilt nur, was "intersubjektiv replizierbar" und "linear-kausal erklärbar" ist. Das bedeutet: von verschiedenen Universitäten, Instituten oder Fachleuten nachvollzieh-bar und unter exakt identischen Bedingungen wiederholbar sowie einem absolut gerad-linigen Ursache-Wirkungs-Prinzip folgend. So einfach ist das, oder so kompliziert.


Wenn ich zehnmal mit dem Kopf vor die Wand laufe und kriege zehnmal diese blau an-gelaufene Beule, so ist das eine solide beobachtete, gut reproduzierbare Tatsache. Wenn ich davon besorgt erzähle oder das gar veröffentliche, weil ich möchte, dass die Rennerei aufhört, hält man das für voreilig und unwissenschaftlich, sogar für Panikmache. Nur weil es nicht genug andere vor oder nach mir versucht haben, die Reproduktion nicht stattfand. Oder wenn doch, weil die Beule bei anderen Menschen, Altersklassen, Haut-farben und anderem Schwung nicht so blau, eher grünlich wurde. Zudem fehlt etwas, nämlich die schlüssige Erklärung der Wirkung: Warum entsteht sie überhaupt, die Beu-le, und warum so und nicht sonst wie, warum die Farbe, der Schmerz, der Schwindel, was läuft da ab? Ohne eindeutige Antworten auf all diese und noch mehr Fragen: wis-senschaftlich nicht haltbar, noch lange nicht, trotz Beule, trotz Schmerz und Schwindel.


Tierversuche können nicht ohne weiteres auf Menschen übertragen werden. Wenn sich bei Ratten Flecken im Hirn bilden und bei Mäusen Krebs entsteht, lässt das Böses ah-nen, aber es ist noch kein verbindlicher Beweis für die gleiche Wirkung beim Menschen. Wie reagierte ein hochrangiger Industrievertreter auf die Nachricht, dass aktuelle Stu-dien im Einfluss der Handystrahlen schon wieder Krebs bei Mäusen nachgewiesen ha-ben? "Die Konsequenz hieraus ist, dass Mäuse besser nicht mobil telefonieren sollten."


Epidemiologische Studien mit Menschen werden von der Industrie und manchen Be-hörden oft nicht als aussagekräftig genug akzeptiert. Es bereitet zwar Sorgen, wenn die eine Bevölkerungsgruppe mit Funkbelastung viel mehr Leukämie, Bluthochdruck oder Tinnitus entwickelt als die andere ohne Belastung, aber ist das der schlüssige Beweis?
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Ein biologischer Effekt muss nicht unbedingt negativ sein, bedeutet nicht zwangsläufig Gesundheitsgefahr. Unser Körper hat ein Immunsystem und ausgeklügelte Reparatur-mechanismen. Ein fremder, steiler Peak im EEG? Das Hirn öffnet seine Schranken? Die Nerven nerven? Nur Schwarzmaler denken da an Kopfschmerz oder Hirntumore.


Und dann die Kausalität. Keine Anerkennung ohne einen plausiblen Ursache-Wirkungs-Mechanismus, z.B. von einem ersten Reiz und der Reaktion einer Körperzelle über die fol-gende Feststellung einer Zellstörung und den daraus entstandenen funktionellen Scha-den bis hin zur ausgebrochenen und sauber diagnostizierbaren Erkrankung. Das Detail für Detail, Schritt für Schritt, und jeder muss kausal bestätigt werden. Das kann dauern.


Es gibt für all die nichtthermischen Effekte und Schäden, welche vom Funk nachweislich verursacht werden, noch kein allgemein anerkanntes Wirkungsmodell. Warum und wie bricht die DNA? Warum und wie die Hirnreaktion? Durch die Feldstärke oder Frequenz, die Modulation, Pulsung, Einwirkart, Einwirkdauer oder alles in Wechselwirkung, auch mit anderen Feldern und Störfaktoren? Vielleicht durch biochemische oder enzymatische Folgeprozesse? Wir wissen, die Blut-Hirn-Schranke, das EEG, die Blutzellen... reagieren, kein Zweifel. Aber wir wissen oft noch nicht genau warum, und wo doch, da wollen es die Strahlenschützer und mit ihnen die Industrie und Politik nicht wahrhaben. Manche sehen Mechanismen: Die unabhängigen Wissenschaftler der Kompetenzinitiative legen plausible Kausalzusammenhänge vor, z.B. für DNA- und Zellschäden. Dr. Warnke berich-tet vom Ungleichgewicht freier Radikaler und Antioxidantien, vom oxidativen und nitro-sativen Stress, das würde eine Palette der Folgen erklären. Mediziner liefern einleuch-tende Begründungen. Aber auch das reicht oder schmeckt nicht jedem, schon gar nicht den Industrieverbundenen. Deshalb: Nur wegen dieses noch ausstehenden oder nicht von allen nachvollziehbaren bzw. ignorierten Wirkmodells, des letzten Verständnisses der komplexen Abläufe und aller Zusammenhänge: keine wissenschaftliche Akzeptanz.


Außerdem soll das unter exakt gleichen Bedingungen von anderen wiederholt werden können. Optimale Reproduzierbarkeit ist gefragt. Wie soll das gehen? Bei Thermik ist das einfach, warm oder kalt, ein Thermometer reicht. Aber bei biologischen Abläufen? Es gibt bei lebenden Individuen niemals zwei absolut gleiche Bedingungen oder Reakti-onen. Ratte ist nicht Hamster, Katze nicht Affe, isolierte Zelle nicht Zellverband, in vivo nicht in vitro, Rio nicht Köln, heute nicht gestern und Mensch nicht Mensch. Zudem ist die Überprüfung einer Studie nicht reizvoll, wenig originell, kaum ein namhafter Wis-senschaftler ist dafür zu begeistern. Mit Wiederholungsstudien erntet man wenig Lor-beeren, ergattert keinen Nobelpreis, wird nicht gut bezahlt, kommt kaum in die Presse.


Die Presse. Ohne Medien läuft nichts. Ein Gradmesser wissenschaftlicher Seriosität ist, wie oft was und wie in welchen internationalen Zeitschriften veröffentlicht wurde. Fach-journale haben ihre ganz speziellen Auswahlkriterien. Die Mäusestudie des WHO-Re-präsentanten Dr. Repacholi, die erste, die Krebs im Mobilfunkeinfluss fand, wurde von renommierten Wissenschaftsblättern wie 'nature' und 'science' abgelehnt, angeblich aus Angst vor Panik in der Bevölkerung. Dafür durften gefälschte Ergebnisse rein in die Fach-blätter. Auch die alltäglichen Medien wie Radio, Fernsehen, Boulevardblätter und Zei-tungen sind attraktiv, kommt es doch darauf an, wie häufig, überzeugend und aggressiv auf ein Problem aufmerksam gemacht oder es unter dem Deckel gehalten wurde. Wenn man etwas nur oft genug wiederholt, wird es langsam aber sicher zur Wahrheit. Wenn man etwas lange genug verschweigt, werden kritische Fragen gar nicht erst laut.


Zudem: Für alles braucht man Zeit. Der Mobilfunk ist jung, gerade mal gut zehn Jahre. Wie kann ich schlüssige Beweise für Krebs erwarten, wenn Krebs eine Latenzzeit von 20, 25, 30 Jahren hat? Jahrzehnte vergehen vom Auslöser bis zur Krebserkennung. Wie kann man in Anbetracht der Rasanz des Mobilfunkaufbaus in derart kurzer Zeit über-haupt schon mit x-fach bestätigten wissenschaftlichen Forschungsresultaten rechnen, und das zudem begründet mit dem gewünschten Ursache-Wirkungs-Prinzip?


Und das Geld. Das ist knapp. Die meisten Forschungsgelder kommen von der Industrie. Sie hat bei der Vergabe fast immer ein gewichtiges Wörtchen mitzureden und kein Inte-resse an teuren Ergebnissen zu ihrem Schaden. Sie zeigt zudem - wenn's dann doch passiert ist - Zurückhaltung bis Abstinenz bei der Veröffentlichung. Repacholis Mäuse-krebsstudie ist von den Geldgebern zwei Jahre zurückgehalten worden, und das in der Wissenschaft - wirklich? Seite 5




Blüte des Mobilfunkaufbaus und der höchsten Handyverkaufszahlen. Sie kostete 1,1 Mil-lionen Dollar, davon zahlte 90 % die Telefongesellschaft. Heute sind es die Resultate der groß angelegten Interphone-Studie, die verdächtig lange auf sich warten lassen. Die Uni-versität Bern nahm 59 Studien unter die Lupe und resümiert Ende 2006: "Von der Indust-rie finanzierte Forschung findet beim Mobilfunk viel seltener biologische Probleme als von der Industrie unabhängige. Ein Einfluss der Geldgeber sollte ausgeschlossen wer-den." Dr. von Klitzing gibt zu bedenken: "Man ist auf Forschungsgelder angewiesen, und die Auftraggeber sagen, was man zu untersuchen hat. Nach einem Jahr wird ein Zwi-schenbericht abgegeben, wenn der den Erwartungen nicht entspricht, ist das Geld weg. Es müsste der umgekehrte Weg sein, wie früher: Erst ist das Interesse da, dann bemüht man sich um einen Geldgeber. Die unabhängige Forschung gibt es kaum noch, und sie scheint häufig nicht erwünscht zu sein." Dr. von Klitzing zu Studien, die nicht zu einem Resultat führten, was sich die Geldgeber erhofften: "Solche Ergebnisse werden oft ver-schleiert. Bei der bayerischen Rinderstudie ist die Vorgehensweise der politisch Verant-wortlichen schon beängstigend: Die Originalversion, der ursprüngliche Bericht, ist für den Bürger gar nicht mehr zu haben. In diesem steht etwas völlig anderes als in der ver-kürzten Version, die danach vom Bayerischen Umweltministerium herausgegeben wur-de. Die an der Studie beteiligten Wissenschaftler wurden bewusst falsch zitiert. So ein Hinbiegen von Ergebnissen seitens der Politik ist wissenschaftlich nicht zulässig."


Die Politik hat keine Eile, Forschung voranzutreiben und die Wahrheit aufzudecken, hat unsere Regierung doch allein nur für die Vergabe der neuen UMTS-Mobilfunklizenzen satte 50 Milliarden Euro von der Industrie kassiert, der größte zusammenhängende fi-nanzielle Batzen nach dem 2. Weltkrieg. Von anderen Einnahmen, Steuern und Arbeits-plätzen, die mit dem Mobilfunkaufbau und -betrieb verbunden sind, ganz zu schweigen. 50 Milliarden, das nur für Funklizenzen. Und ständig werden neue Lizenzen versteigert, in Deutschland, überall, der Rubel rollt, nächstes Jahr bei uns wieder ein großes UMTS-Paket. Unmöglich, der Industrie seitens der Politik jetzt das Leben schwer zu machen.


Wirtschaftswachstum kommt vor Volksgesundheit. Immer wenn es um die Vermark-tung milliardenschwerer Technologien geht, werden Risiken in Kauf genommen. Das steht auf dem Beipackzettel sozusagen unter Nebenwirkungen. Das war bei vielen Risi-kofaktoren so, die sich erst nach Jahren, Jahrzehnten und tausenden Kranken und Toten als gefährlich herausstellten, warum sollte es beim Elektrosmog anders sein? Wie lange und wohin soll die Wirtschaft eigentlich noch wachsen? Und um welchen Preis? Im Lau-fe der Entwicklung der Chemie in den letzten Jahrzehnten kamen von der Industrie mit politischer Rückendeckung über 100000 Einzelsubstanzen und über eine Million Mixtu-ren auf den Markt. Jährlich kommen 5000 Stoffe hinzu, über deren biologische Folgen so gut wie nichts bekannt ist. Dennoch ist all das und viel mehr erlaubt, so lange bis sich of-fensichtlicher gesundheitlicher Schaden zeigt, überfällige Forschung eingeleitet wird und der schlüssige Beweis vorliegt. Bis dahin Geduld, schützen muss man sich schon selbst.


So kann bis zum Nimmerleinstag alles für unwissenschaftlich erklärt werden, sogar das Risiko durchs Rauchen. Dramatische Warnungen stehen auf jeder Packung. Nun ist es streng wissenschaftlich betrachtet immer noch nicht ganz klar, dass es den kausalen Zusammenhang zwischen Rauchen und Krebs gibt. Und hier wurde viel investiert, Mil-liarden, viel geforscht, Jahrzehnte. Manche Statistik spricht sogar dagegen, denn wie wäre es zu erklären, dass der raucherreiche Balkan in der Krebsstatistik nicht ganz oben, sondern weit unten zu finden ist? Wie, dass Industrie und Wissenschaft behaupten, das giftige Pestizid Permethrin sei bei den hiermit behandelten Teppichen an die Faser ge-bunden und ungefährlich, und Baubiologen finden es in bedenklichen Konzentrationen in der Zimmerluft und im Hausstaub? Wie, dass Amalgam in die Zähne darf, aber nach der Entfernung auf den Sondermüll muss? Wie, dass Energiesparlampen ökologisch sein sollen und ebenso - dank Chemie und Quecksilber - Sondermüll sind? Wie jene Aussage, Schimmel sei nur für Immunschwache gefährlich? Wenn wir nach Nässeschäden Schim-melpilze wie Aspergillus oder Stachybotrys im Haus finden, massig Hefepilze in Küchen-geräten oder bergeweise Bakterien im Wasserfilter, dann ist das auch für den Stabilsten gefährlich. Wer könnte erklären, warum Politiker, Industrie und Strahlenschutzkommis-sion lange vor der Mobilfunkeinführung wussten und sogar veröffentlichten, dass "Wir-kungen auf Zellen und andere biologische Probleme auftreten" und die Technik trotzdem der uninformierten Menschheit zugemutet wurde? Wo bleibt die Wissenschaft? Vergeu-det Steuergelder, nur um zu beweisen, dass etwas Schädliches nicht schaden kann?  
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Es gibt Studien, die nachgewiesene kritische Effekte nicht bestätigen konnten, weil sie nichts fanden. Diese werden von Politik und Industrie hoch gelobt und als Gegenbeweis gehandelt. Ich meine, wenn ein Nachweis gelang, ist das glaubwürdiger als wenn man nichts fand. Nichts finden kann jeder. Wenn ich Ostereier verstecke, und Peter findet sie und Fritz nicht, wer hat Recht? Ich kenne keine einzige Studie, welche die Harmlosigkeit des Funks bestätigt hat und von industrieller, politischer oder wissenschaftlicher Seite auch nur dezent in Frage gestellt worden wäre. Nur jene Studien, die ein Risiko entde-cken und Finger auf Wunden legen, werden skeptisch beäugt, das Haar in der Suppe gesucht, für nicht haltbar erklärt. Prof. Varga erntete den Vorwurf, seine Studien seien "nicht sauber genug" gewesen, Dr. von Klitzing und andere, die zu unbequemen Ergeb-nissen kamen, auch. Ob die Vorwürfe berechtigt sind oder nicht, das Wesentliche ist: Die Küken sind tot und die EEG-Peaks steil, dank Funk weit unter allen Grenzwerten.


Wenn's mit den Beweisen nicht so richtig klappt, spricht man gern von Hinweisen, weil nicht sein kann, was nicht sein darf. Wenn sich mehrere ähnliche Hinweise verschiede-ner Institute diverser Länder im Laufe von Jahren häufen, dann zieht sich die Schlinge gaaanz langsam zu. Dann räumt man etwas mehr Sicherheit ein, kommt zu einem ersten vorsichtigen Schluss, dass "in Anbetracht der vielen Hinweise" nun Vorsorgeaspekte be-achtet werden müssten, könnten, dürften... Das Bundesamt bestätigt beim Elektrosmog "viele Hinweise" und die Strahlenschutzkommission "eine Fülle von Hinweisen". Der Ver-trag von Maastricht will: Maßnahmen sollen ergriffen werden, "wenn hinreichende Bele-ge vorliegen, aber nicht unbedingt 100%ige Beweise." Der Beschluss der Vereinten Na-tionen fordert: Sofort handeln, "falls Auswirkungen vermutet werden, auch wenn es noch keinen Beweis gibt." Laut UN dürfe wissenschaftliche Unsicherheit "nicht benutzt wer-den, um Vorsorge zurückzustellen". Sie wird aber zurückgestellt. Wir haben beim Elekt-rosmog mehr als genug Belege. Wo bleibt die Aktion? Die Amtlichen sprechen gern von Vorsorge, nur: Ein ernst zu nehmender Vorsorgeaspekt ist nirgendwo zu finden.


Stattdessen wartet man auf die x-te wissenschaftliche Bestätigung und das schlüssige Wirkmodell. Das Strahlenschutzamt: "Viele Forschungsresultate wurden nicht unabhän-gig bestätigt, es fehlt insbesondere ein schlüssiger Wirkmechanismus." Prof. Alexander Lerchl, Strahlenschützer und Forscher im Industrieauftrag, im 'Spiegel': "Es gibt einfach keinen vorstellbaren Wirkmechanismus." Gerd Friedrich, der Sprecher der Forschungsge-meinschaft Funk: "Man kennt weder stabile Effekte, die immer wieder gleich auftreten, noch kennt man Wirkmodelle." Deshalb der voreilige Rückschluss: "Es gibt keinerlei Hin-weise auf eine Gefahr." Bitteschön, nicht einmal vorstellbar, nicht einmal Hinweise? Das geht zu weit. Die Forschungslandschaft ist voll von Hinweisen. Zu weit geht auch der Siemens-Mitarbeiter Dr. Uwe Kullnik, der "keinen Verdacht auf nichtthermische Wirkun-gen" sieht und Andersdenkende "Berufspessimisten" nennt. Der Ex-Chef des Bundesam-tes für Strahlenschutz, Prof. Jürgen Bernhardt, Mitglied aller Strahlenschutzkommissio-nen und mitverantwortlich für Grenzwerte, im 'Focus': "Ich halte die Grenzwerte für aus-reichend. Wir verdächtigen elektromagnetische Felder zwar, Krebs zu erzeugen, aber wir kennen den biologischen Mechanismus nicht." Mit Krebs wird gerechnet, aber wa-rum und wie er entsteht, das hinterlässt Fragezeichen in den Gesichtern der Klugen, und allein deshalb, Wissenschaftslogik nimm deinen Lauf, Sie wissen: keine Anerkennung.  


Deutlich wird das noch einmal am Beispiel der oberfränkischen Stadt Naila. Hier fanden acht Ärzte nach zehn Jahren der Beobachtung von 1000 Patienten 3,4-mal mehr Krebs bei Menschen, die näher als 400 Meter und länger als fünf Jahre an Mobilfunkstationen lebten. Die Ärzte: "Dramatisch!" Das Strahlenschutzamt: "Wir bezweifeln, dass Mobilfunk überhaupt Krebs auslösen kann." Warum wohl? Mal wieder: "Es gibt noch keine plausib-le Erklärung für einen Wirkmechanismus." Das reicht denen voll und ganz. Von Vorsorge keine Spur. Prof. Bernhardt in 3sat: "Ich habe etwas gegen Vorsorge, wenn sie nicht so-lide wissenschaftlich begründet ist." Bitte nicht, jetzt geht das wieder von vorne los.


Sie lehnt sich weit aus dem Fenster, die selbst ernannte so genannte offizielle Wissen-schaft, die sich zum Maßstab erklärt und die Regierung im Rücken weiß, kritisiert ande-re, die etwas vorzuweisen haben, und hat selbst wenig dagegen zu setzen. Wenn der wasserfeste Beweis nach deren praxisfremden Kriterien fehlt, wo ist der wasserfeste Ausschluss eines Risikos? Wo ist die Grundlagenforschung vor der Einführung neuer Techniken? Das wäre Vorsorge! Wenn es Risikoausschluss und Vorabforschung gäbe, bräuchte es keine Forschungsaktivität nachdem das Kind in den Brunnen gefallen ist.
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Stattdessen geht man von der Ungefährlichkeit des Funks aus und hält die Grenzwerte für sicher. Bequemerweise bezieht man in die unhaltbare Annahme noch alle heftig dis-kutierten und vehement geleugneten nichtthermischen Effekte von Kopfschmerz über Schlafstörung bis Krebs mit ein, behauptet frechweg, die Grenzwerte schützten auch vor diesen nicht mit Wärmeentstehung erklärbaren biologischen Folgen. Wie das? Die Grenz-werte wurden ausschließlich nach der physikalischen Gesetzmäßigkeit der Wärmeent-wicklung im Einfluss elektromagnetischer Strahlung berechnet, stur und streng mathe-matisch, absolut theoretisch, nichts anderes wurde berücksichtigt, das allein ist wissen-schaftlich begründet. Bei den vielen gesundheitlichen Problemen ohne Wärmebeteiligung stürzt und stützt man sich nun flink auf den angeblichen Mangel an soliden, mehrfach reproduzierten, kausal begründeten Forschungsresultaten und sieht deshalb noch lange keinen Handlungsbedarf. So was gilt als wissenschaftlich sauber. Wenn man am Anfang steht und nicht mehr weiß, argumentiert man eben "auf dem Stand des aktuellen Wis-sens", und sei er noch so miserabel, und entwarnt, wo es nichts zu entwarnen gibt.


Wo sind Langzeitstudien? Ohne praxisorientierte Langzeitforschung sind wissenschaft-liche Rückschlüsse gar nicht möglich. Zehn Minuten im Labor sind nicht zehn Jahre zu Hause, und Tag ist nicht Nacht. Prof. Bernhardt: "Langzeitstudien fehlen." Wenn sie feh-len, wie dann voreilig Rückschlüsse ziehen und Grenzwerte festlegen? Laut Kullnik sei-en Langzeitwirkungen nicht zu erwarten, es gäbe seit 60 Jahren Studien zum Funk. Er verheimlicht, dass der junge Mobilfunk mit neuen Mikrowellen funktioniert, die es in die-ser gepulsten bzw. breitbandigen Form zuvor nie gegeben hat und biologisch völlig an-ders zu bewerten sind. Die Naila-Ärzte haben Langzeitstudien vorgelegt. Bürgerinitiati-ven auch, engagiert, auf eigene Kosten. Andere Mediziner und Baubiologen ebenso. Hun-derte, bald Tausende lassen ihr Blut untersuchen, vor dem Senderaufbau und danach, und finden bedenkliche Auffälligkeiten. Vom Bundesamt kommt als Dank Kritik und die For-derung nach mehr Wissenschaftlichkeit. Umweltminister Gabriel folgert aus dem Mobil-funk-Forschungsprogramm, es gäbe "kein Krebsrisiko". Forschungsleiter Prof. Weiss vom Strahlenschutzamt gibt in den ARD-Nachrichten zu: "Wir wissen über Langzeitwirkung fast nichts." Wenn man nichts weiß, wie kann man dann ein Krebsrisiko ausschließen?


Was ist darüber hinaus mit Wechselwirkungen mit anderen Belastungen? Versuchsla-bor ist nicht Wohnung. In der Wohnung kommen elektrisch und magnetisch, nieder- und hochfrequent, gepulst und ungepulst, raumklimatisch, toxisch und mikrobiologisch... in bunter Mixtur vor, im Bett auch. In der Mathematik ist 1+1=2, in der Biologie kann 1+1= 20 sein. Asbest ist schlimm, Rauchen auch, beides zusammen ist nicht doppelt, sondern zigfach so riskant. Ähnliches gilt für Elektrosmog plus Amalgam, Elektrosmog plus Pilze, Elektrosmog plus Krebs. Dr. Scheingraber fragt: "Können Sie eine einzige wissenschaftli-che Arbeit nennen, die reale Belastungssituationen simuliert?" Nein, sie können es nicht.


Die Wissenschaft macht klar: Man gehe bei neuen Technologien zunächst von einer Un-schädlichkeitsvermutung aus; nur wenn sich nach (!) der Technikeinführung "offensicht-liche Verdachtsmomente für schädliche Auswirkungen" zeigten, erst dann erfolge eine Überprüfung. Wissenschaft und Vermutung, das soll zueinander passen? Das ist reine Spekulation, Blauäugigkeit, Glücksspiel. Wo ist der so hohe wissenschaftliche Anspruch hin? Fast alles Neue darf auf den Markt, neue Techniken, neue Chemiemixturen..., freie Bahn dank Unschädlichkeitsvermutung. Geforscht wird später, wenn's schief gegangen ist. Mal wieder: zuerst der Reibach, dann Experimentierkaninchen Mensch und Natur. Der Stromgigant RWE gibt schon 1984 zu: "Oft vollziehen sich wissenschaftliche Ausein-andersetzungen mit den Begleiterscheinungen der technischen Zivilisation erst, wenn eine Schädigung bereits eingetreten und es für vorbeugende Maßnahmen zu spät ist." Das Strahlenschutzamt bestätigt während des UMTS-Aufbaus, höre und staune: "Die Ri-siken können noch nicht eingeschätzt werden, da UMTS ja noch nicht gestartet ist." Die EU veröffentlicht zum Handyfunk: "Träfe ein neues Medikament oder Lebensmittel auf denselben Mangel an Konsens und gleich starke Bedenken, würde es nie zugelassen."  


Erinnern wir uns an Asbest. Von ersten Hinweisen auf ein Krebsrisiko um 1900 bis zum Verbot vergingen 90 Jahre. Dann war das Geschäft gemacht, man brauchte den Skandal-stoff nicht mehr. Das kostete weltweit einer Million Menschen das Leben. 100000 jähr-lich sterben heute noch den Krebstod dank Asbest, und die makabre Statistik soll weiter zunehmen, weil die Faser Jahrzehnte braucht, um zu wirken. Der Name geht in die Ge-schichte ein: Asbestose. Die Europäische Umweltagentur bemerkt im Herbst 2007, dass Seite 8 Wissenschaft - wirklich?




sich beim Mobilfunk Parallelen zur Gefahr, Politik und Geschichte von Asbest, PCB oder Nikotin zeigten. Hoffen wir, dass es nicht irgendwann einmal eine Mobilfunkose gibt. Erschreckende Beispiele finden wir auch bei Holzschutzmitteln, Insektiziden, Schwer-metallen... Hoffen wir, dass die Unschädlichkeitsvermutung bei der Gentechnik, der Na-notechnologie, dem Infraschall, den bald kommenden Terawellen, bei den ins Haus ste-henden Energiesparlampen... berechtigt sein möge. Beim CO2, der globalen Klimakatas-trophe, beim Waldsterben, bei Tschernobyl oder den Magnetfeldern war sie es nicht.  


Erinnern wir uns an die Magnetfelder des elektrischen Stroms von z.B. Hochspannungs-leitungen, Geräten, Trafos... Die WHO macht im Juni 2001 nach Auswertung von inter-nationalen Studien klar, dass diese Art Elektrosmog ab der Feldstärke von 300 Nanotes-la ein "mögliches Krebsrisiko für Menschen" ist. Diese Einstufung liegt beim 300stel des Grenzwertes von 100000 nT. Es dauerte über 30 Jahre von ersten Erkenntnissen eines Krebsrisikos bis zu einem ersten offiziellen Statement. Was nutzt's: Der 300fach höhere Grenzwert bleibt. Warum? Die Strahlenschutzkommission erklärt's: "Weil bei solch nied-rigen Feldstärken nach wie vor kein Wirkmechanismus bekannt ist." Auch hier: Nur weil man nicht weiß, warum der Krebs entsteht, obwohl man weiß, dass er entsteht, wird der Bevölkerung das offensichtliche Krebsrisiko zugemutet. Die umfassendste Analyse aller Forschungen kommt von der US-Umweltbehörde EPA. Fazit: "Elektromagnetische Felder können Krebs auslösen." Forderung: 200 nT. Der Grenzwert bleibt: 100000 nT. Es geht wie beim Funk um Tumore, Kinderleukämie, Kranke, Tote. Es geht um alltägliche Ein-flüsse, die Millionen angehen. Prof. Hans Schaefer, einst beim Strahlenschutz für Grenz-werte mitverantwortlich, reicht die Erkenntnis, dass "die Felder nicht so schlimm sein können, da sie nicht mal mit dem Finger spürbar sind". Wissenschaft made in Germany.


Erinnern wir uns an PCP. Pentachlorphenol war jahrzehntelang in über 90 % aller Holz-schutzmittel enthalten. In den 50er, 60er und 70er Jahren wurde PCP in riesigen Mengen hergestellt und eingesetzt, drinnen für Möbel und Holzdecken, draußen für Gebäudever-kleidungen und Zäune. Obwohl zu der Zeit den Herstellern und Behörden schon besorg-niserregende Hinweise auf schädliche Wirkungen vorlagen. Man erkannte PCP als krank-machendes Langzeitgift, erbgutschädigend und krebserzeugend. Erst 1989 kam es zum Verbot, zumindest in Deutschland. Zigtausende Gebäude zeigen PCP-Belastungen, viele Menschen wurden krank - oft schwer - und teilweise irreversibel geschädigt. Auch heute noch kann man PCP als Altlast in Wohnungen - in den einst hiermit gestrichenen Mate-rialien, in der Atemluft oder im Hausstaub - in kritischen Konzentrationen nachweisen.


Erinnern wir uns an PCB. Die Gruppe der hochtoxischen polychlorierten Biphenyle wur-de tonnenweise im Hausbau eingesetzt, in Betonbauten, Plattenbauten, speziell in öffent-lichen Gebäuden wie Kindergärten und Schulen: als Fugen- und Dichtungsmasse, in Tü-ren, Fenstern, Sanitärbereichen. Lacke, Schmieröle, Kunststoffe waren in den 50er bis 70er Jahren PCB-haltig. PCBs sind äußerst stabil, äußerst gefährlich und äußerst schlecht im ökologischen Kreislauf abbaubar. PCBs werden im Fettgewebe, Hirn, Knochen- und Rückenmark gespeichert. Es geht um Leber-, Nieren-, Nerven-, Immunschäden. PCBs wur-den 1989 nach einer langen, tragischen Karriere endlich verboten und werden weitere Jahrzehnte schädigen. Denken Sie noch an die Seehunde, die zu Hunderten an den Nord-seeküsten angeschwemmt wurden, verendet ohne ersichtlichen Grund? Ursache: PCB. Der tödliche Stoff wurde von der chemischen Industrie mit Zustimmung des Umweltmi-nisters in die Nordsee verklappt. Immer mehr Wale stranden an den Küsten, keiner weiß warum. Fest steht: Die Giftmenge in den Walkadavern macht die Tiere zu Sondermüll, die PCB-Werte, die Wissenschaftler von Greenpeace fanden, lagen über dem Grenzwert von Klärschlamm. Das ehemalige Bundesgesundheitsamt versuchte die Gefahr von PCB zu vertuschen. Derweil wuchs Bayer zum größten PCB-Hersteller heran. Erst als der Che-miegigant freiwillig seine Produktion einstellte, kam das Verbot. 1983 meldete das BGA, 300 Nanogramm PCB in der Luft seien gefährlich. 1990 wurden aus 300 plötzlich 3000. In Schulen und Kindergärten fand man 10000 Nanogramm, Grund genug, den Grenzwert nun auf 10000 zu erhöhen und wieder zu beteuern: "Es gibt keinen Handlungsbedarf."


Chlorpyrifos musste 2001 in den USA aus den Verkaufsregalen verschwinden, es wurde verboten. Chlorpyrifos ist nervenschädigend und - so die US-Umweltbehörde EPA - "ein übermäßiges Risiko für die menschliche Gesundheit". Sind die Menschen dort empfindli-cher als bei uns? In Deutschland wird es munter weiter verkauft: als Insektenvernichter in Mottenpapieren, Mottenkugeln und Sprays. Bei Kammerjägern ist es beliebt. Wenn Wissenschaft - wirklich? Seite 9




solche im Super- oder Drogeriemarkt frei käuflichen Giftpapiere dann im Kleiderschrank neben Pullis, Socken, Hosen oder Hemden hängen, ist der biologische Effekt besonders ausgeprägt, denn die kontaminierten Kleidungsstücke kommen direkt an Ihren Körper.


Wann wird Permethrin untersagt? "Mücke tot - Mensch vergiftet", warnt die Verbraucher-initiative vor dem Gift aus der Gruppe der Pyrethroide in Elektroverdampfern, Motten-killern oder Insektensprays. Der Toxikologe Prof. Helmuth Müller-Mohnssen sorgt sich: "Es wird die massenweise Vergiftung der Menschen in Kauf genommen. Pyrethroide wir-ken wie Kampfgase, müssen verboten werden. Nerven- und Bewegungsstörungen, Ge-dächtnisschwäche, Infektionen sind erste Symptome. Man meint, es müsse jemand ver-antwortlich sein. Das ist eine Illusion. Man kann den Gefahren nur entgegenwirken, in-dem man sich weigert, diese Mittel einzusetzen." Seit 20 Jahren wird Permethrin verar-beitet, wo es um Insektenbekämpfung geht, auch in Naturteppichen. Seien Sie sicher: Ihr Schurwollteppich mit dem 'Woll-Siegel' ist hiermit oder einem ähnlichen Gift ausgerüstet.


In diesen Tagen veröffentlichte der 'Öko-Test' kritische Messergebnisse an Energiespar-lampen. Diese Lichter sollen - so Umweltminister Gabriels Traum - das Klima retten und zwangsverordnet werden. Die Kehrseite des Energiesparens: Sie machen mehr Elektro-smog als Glühbirnen, sogar viel mehr als an Computerbildschirmen erlaubt ist, die Licht-qualität ist mieser, das Lichtspektrum naturfremder, sie flimmern in mehreren Frequen-zen, enthalten toxische Substanzen und Schwermetalle wie Quecksilber, einige riechen und gasen Schadstoffe aus, sie sind aufwändiger in der Herstellung, müssen separat ent-sorgt werden, zeigen eine fragwürdige Ökobilanz, sparen nicht einmal so viel Strom wie behauptet wird. Hiervon aufgeschreckt reagiert die Industrie nach altem Muster, näm-lich: Für solche Aussagen fehle die wissenschaftliche Grundlage. Aber wo soll sie her-kommen, die Grundlage? Keiner in Wissenschaft, Industrie, Gesundheitswesen oder Po-litik kam bisher auf die Idee zu überprüfen, ob es neben dem Vorteil des Stromsparens nicht auch Nachteile geben könnte, so groß war und ist das Vertrauen in die Unbedenk-lichkeitsvermutung. Das haben wir nun mit 20 Jahren Verspätung nachgeholt. Elektro-verbände verstecken sich mal wieder hinter den Grenzwerten, die für Lampen nicht ein-mal gelten, und machen es sich leicht: "Elektromagnetische Felder gehören zum Leben."


Ist es Zufall, dass die Grenzwerte für Elektrosmog wieder so gut zu den industriellen Ansprüchen passen? So wie einst die für Radioaktivität, die in acht Jahrzehnten 99,9 % gesunken sind? Wir Baubiologen finden bei unseren alltäglichen Messungen die Grenz-werte für Elektrosmog nie, auch nach tausenden Untersuchungen nicht. Was brauchen wir Grenzwerte, die es im Alltag nirgendwo gibt? Wer soll hier geschützt werden? Der Mensch und die Natur oder die Industrie und das Wirtschaftswachstum? Was brauchen wir Wissenschaft, wenn sie nicht dem Leben dient? Werte, die Schutz bieten, kommen oft, wenn das Geschäft gemacht ist. Und falls es mal so weit ist, dann ist keiner mehr Schuld, weil es so lange her ist und es damals erlaubt war. Und wenn Schadensfälle ein-treten, ist ein Zusammenhang im wissenschaftlichen Sinne nicht mehr nachvollziehbar. Ich habe Prof. Bernhardts ehrliche Antwort auf die Frage des 3sat-Fernsehreporters noch im Ohr, warum man Grenzwerte ohne Kenntnis einer biologischen Gefährlichkeit festge-legt hat und sie nicht beim geringsten Anzeichen eines offensichtlichen Problems vor-sorglich senkt: "Wenn man die Grenzwerte reduziert, macht man die Wirtschaft kaputt." Der 'Öko-Test' trifft es, wenn er zum Thema "Grenzwerte - Trügerische Sicherheit" sagt: "Wer seine Gesundheit nicht gefährden will, setzt besser nicht auf Vater Staat."


Die Elektrosmogverordnung ist Dr. Angela Merkels Meisterstück. Die Physikerin hat sie als Umweltministerin ins Leben gerufen und heute als Kanzlerin zu verantworten. Die Verordnung soll laut Merkel "mit festgelegten Grenzwerten für Rechtssicherheit sorgen" und "zu einer Verfahrensvereinfachung und Investitionssicherheit bei Sendeanlagen und Stromversorgungen beitragen." Die Industrie jubelt. Und wo bleibt der Mensch? Die WHO macht klar: "Keine Normungsbehörde hat jemals Grenzwerte mit dem Ziel erlassen, vor langfristigen gesundheitlichen Auswirkungen wie einem Krebsrisiko zu schützen."  


Versuchen wir das wissenschaftliche Gedankengut, das dank Angela Merkel zur Verord-nung wurde, nachzuvollziehen. Wir wissen: Strahlung wird aus deren Sicht erst kritisch, wenn sie Gewebe erhitzt. Von anderen biologischen Auswirkungen kein Schimmer. Auf die Spitze getrieben wird das durch zeitliche Mittelwertberechnungen. Das bedeutet, wenn in gewissen Zeitabständen immense Feldstärken auf den Körper einwirken, zwi-Seite 10 Wissenschaft - wirklich?




schendurch aber feldfreie oder feldärmere Pausen eingelegt werden, dann dürfen die viel zu hohen Grenzwerte noch einmal massiv überschritten werden, weil sich das bestrahlte Gewebe in den Pausen ja abkühlen kann. Das wäre, als würde man Angela Merkels Arm in kochendes Wasser tauchen und dann ein paar Sekunden Pause einlegen, dann wieder kochendes Wasser... Wetten, dass die zwischen Kochwasser und kühler Umgebung rech-nerisch gemittelte Wärme nur noch 35 Grad Badewannenwohlfühltemperatur beträgt, die Kanzlerin also aus wissenschaftlicher Sicht keine Probleme haben dürfte, keine Verbrü-hung, keine Brandblase, kein Schmerz, so gesehen. Warum dann den Notarzt rufen? Oder Sie drücken alle fünf Sekunden die Schreckschusspistole neben dem Ohr ab. Betäubender Knall mathematisch gemittelt mit stillen fünf Sekunden ergibt Zimmerlautstärke. Rau-schende Ohren, Schwerhörigkeit, Kopfschmerz, geplatztes Trommelfell? Kann nicht sein, so gesehen. Eine Maschinengewehrsalve dürfte nicht töten, denn wenn man die Schüs-se und die Pausen zeitlich mittelt, haben die Kugeln die Kraft aufklatschender Tomaten. Prof. Günter Käs, Radarexperte der Bundeswehr-Universität: "Saftige Ohrfeigen werden zu sanften Streicheleinheiten, wenn man aus den Ohrfeigen und den dazwischen einge-legten Pausen einen rechnerischen Mittelwert bastelt." So eine Mittelung ist für biologi-sche Bewertungen nicht zulässig, es gibt hierfür keine wissenschaftliche Grundlage.


Besonders verwerflich wird die Mittelei beim Mobilfunk, bei Basisstation, Handy, DECT, WLAN und Co. Hier geht es um neue gepulste Mikrowellen. Gepulst heißt, es wird in periodischen Takten gefunkt. So wie Licht durch Taktung zu Stroboskoplicht wird und al-lein deshalb sehr unangenehm werden kann. Es gibt beim Mobilfunk einen Puls mit voller Leistung und eine Pause zwischen den Pulsen, ganz an, ganz aus. Es werden rhythmische Datenpakete durch den Äther gejagt. Ähnlich der Maschinengewehrsalve. Und das wird - nur thermisch nachvollziehbar - zeitlich gemittelt, Puls und Pause in einen Topf gewor-fen, so dass eine massive Unterbewertung der biologischen Belastung stattfindet.


Der Laie überblickt dies komplexe Spiel nur schwer. Er meint, Grenzwerte hätten was mit biologischem Schutz zu tun. Aber zwischen thermischen und biologischen Effekten klafft ein Abgrund von 1 zu 10000. Erst ab einer Strahlungsstärke von über 10 Millionen Mikrowatt pro Quadratmeter ist mit einer leichten Aufheizung von Körpern bzw. Körper-teilen von 1 Grad zu rechnen. Aber im Bereich von 1000 µW/m² wurde bereits eine Palet-te von unguten biologischen Reaktionen nachgewiesen. Neurologische, kognitive, hor-monelle, immunologische oder zelluläre Störungen und Schädigungen fand man weit un-terhalb der Grenzwerte, wie gesagt: 1 zu 10000. Von Befindlichkeitsstörung, Schlafprob-lemen und anderen Beschwerden ganz zu schweigen. Wenn Sie Ämter, die Telekom oder Bitkom fragen, ob es wegen des Sendemastes neben dem Haus oder des DECT-Telefons auf dem Nachttisch bzw. des WLAN-Routers auf dem Schreibtisch Gesundheitsrisiken geben könnte, dann denken Sie an Kopfweh, Nachtschweiß und die depressive Verstim-mung, an die Hyperaktivität des Sohnes und die Leukämie des Töchterchens oder auch nur an Vorsorge. Und Sie kriegen die Antwort: "Alles in Ordnung, keine Gefahr." Damit ist Ihre Frage nicht beantwortet, denn gesagt wurde eigentlich: "Sie werden nicht warm."  


Der Laie meint, etwas als "wissenschaftlich nicht haltbar" deklariertes sei schlecht. Das kann es sein, ist es aber oft nicht. Oder etwas als "wissenschaftlich akzeptiert" beschrie-benes sei gut und Schutz vor Gefahr. Das kann es auch sein, ist es aber oft auch nicht. Es gilt zu hinterfragen, wer die Urteile gefällt und bezahlt hat, was und wer dahinter steckt, was das Regelwerk, die Verordnung bezweckt, welche Interessen im Spiel sind.


Prof. Wolfgang Weiss vom Strahlenschutz-Bundesamt kommentiert das Mobilfunk-For-schungsprogramm: "Auf der Basis dessen, was bei der Etablierung der Grenzwerte ange-nommen wurde, sind wir sicher, dass wir nichts übersehen haben, was uns dazu bringt, die Grenzwerte zu ändern." Was bei den Grenzwerten angenommen wurde, wissen wir: Thermik. Wenn man nur durch diese Scheuklappen schaut, gibt es wahrhaft nichts zu übersehen, zu ändern. Umweltminister Gabriel plant wenige Wochen nach Vorstellung des Forschungsprogamms Grenzwerte für Handystrahlung. Nur Wochen zuvor verkün-dete er in allen Medien, Handys seien ungefährlich. Warum dann so plötzlich Grenzwer-te? Eine späte Einsicht? Oder ein weiterer Schachzug, die Industrie zu unterstützen?


Dr. Olaf Schulz vom Bundesamt für Strahlenschutz: "Was nachgewiesen ist, decken wir mit Grenzwerten ab. Es gibt aber Unsicherheit. Wir wissen nicht, ob ein Risiko besteht oder nicht." Prof. Jiri Silny von der Strahlenschutzkommission: "Was gefährlich ist, wis-Wissenschaft - wirklich? Seite 11




sen wir zu spät." Aber alle erlauben sich ein Urteil, Strahlenschützer, Ämter, Politiker, Wissenschaftler, Industrie... Sie decken den größten und fragwürdigsten physikalischen Eingriff in die Natur und auf den Menschen - den Elektrosmog - mit absurden Grenzwer-ten, verstecken sich hinter Paragraphen, haben selbst nur Thermik als Strohhalm, brem-sen kritische Aktivitäten, halten Verantwortungsbewusste für Schwarzmaler und Panik-macher, strapazieren die Angst vor den Strahlen, und das, obwohl sie so unsicher sind. Gut zu hören: "Wir wissen nicht genug." Aber die Grenzwerte sind da! Hiervon sind Mil-lionen abhängig! Für Grenzwerte steht sie kerzengerade, die etablierte Wissenschaft, hiernach richten die Richter, die Behörden, die Politiker. Welch Last der Verantwortung.


Das Verwerfliche ist nicht das wissenschaftliche Konzept allein, auch wenn es noch so unsinnig und praxisfremd ist. Das besonders Verwerfliche ist die Vortäuschung einer Un-gefährlichkeit, selbst wenn noch gar keine wissenschaftliche Forschung vorliegt, wenn man noch im Dunkel der Unschädlichkeitsvermutung und fehlender Wirkmechanismen tappt oder solide Forschungsergebnisse nicht in das Korsett der Wärmehypothese pas-sen bzw. der hohe, teilweise unerfüllbare Anspruch und die absurde, allzu theoretische Zielvorstellung nicht erreicht wurde, gar nicht erreicht werden konnte, obwohl die Qua-lität der wissenschaftlichen Arbeiten gegeben ist und es so viele gibt, die in der Essenz zu gleichen Ergebnissen kamen. Und wenn genug Hinweise sogar für die Unersättlichen da sind und die Zeit reif für eine Akzeptanz sein sollte, dann ist das Problem nicht mehr rückgängig zu machen, wirtschaftliches Chaos wäre die Folge, Arbeitsplätze stünden auf dem Spiel. Und: Wer wollte nun noch auf die Technik verzichten? Es geht gar nicht um Verzicht, um Rückschritt, es geht darum, dass man von Anfang an hätte vieles besser, klüger machen können, verträglicher, bei gleichem Nutzen, gleicher Attraktivität.


Ich erinnere an Artikel 3 der Bauordnung: "Bauten sollen das Leben und die Gesundheit des Menschen und die natürliche Lebensgrundlage nicht gefährden." Die flächendecken-de und ungebremste Versorgung bzw. Bestrahlung mit Mobilfunkwellen aus hunderttau-send Sendern auf Häusern und Türmen allein in Deutschland und millionen Handys am Hirn, millionen nonstop funkenden Schnurlostelefonen, millionen ständig strahlenden In-ternetzugängen... ist mehr als eine Gefährdung der "natürlichen Lebensgrundlage". Das "Recht auf körperliche Unversehrtheit" wird zur Posse. "Die flächendeckende Mobilfunk-einführung ohne umfassende Abschätzung der Risiken ist unverantwortlich", klagte der NRW-Landtag zwei Jahre nachdem die ersten Sender in Betrieb gingen. Die Abschätzung der Risiken ist bis heute - 15 Jahre später - nicht erfolgt. Dafür sind Dächer und Kirchtür-me vollgespickt mit Funkanlagen, dafür gibt es mehr Handys als es Ohren gibt. Immer mehr Sender, überall in Stadt und Land, immer mehr Handys, mehr DECT, mehr WLAN, mehr Strahlenbelastung. Die EU publiziert mit besorgtem Blick auf die Anwohner in der Umgebung von Mobilfunkstationen: "Im Endeffekt sind sie unfreiwillige Objekte eines Massenexperimentes." Das Umweltamt Düsseldorf: "Wir befinden uns in einem Großver-such mit uns allen." Dr. Alexandra Obermeier in einem offenen Brief an Umweltminister Trittin: "Als Ärztin ist es mir unbegreiflich, wie man auf Seiten der Politik das funda-mentalste Kapital eines Staates, nämlich die körperliche, seelische und geistige Gesund-heit der Menschen, in diesem Stil und Ausmaß aufs Spiel setzen kann. Mit dem politi-schen Kurs bezüglich des Mobilfunks wird kriminelle Profitgier legalisiert zu Lasten des Allgemeinwohls von Millionen Menschen unter Aufgabe jeder Rechtsstaatlichkeit."


Unsere Wissenschaft. Steht auf Thermik und verschläft sie. Schaut zu, wie die ganze Er-de aus Multimillionen neuen Mikrowellenquellen bis zum letzten Quadratmeter bestrahlt wird und wundert sich nicht mal darüber, dass es just in dieser Zeit eine galoppierende Erderwärmung gibt. Die Erde wird dank Mobilfunk, TV, Radio, Radar, Satelliten, HAARP und Co. zu einem globalen Mikrowellenherd. Da kann sich schon mal was erwärmen.


Ich erinnere mich an die Worte von Albert Einstein: "Die Wissenschaft ist ein mächtiges Werkzeug. Wie es gebraucht wird, ob zum Heile oder zum Fluche, hängt vom Menschen ab, nicht vom Werkzeug." Und an die Worte des indischen Meisters Shree Rajneesh: "Oh-ne Weisheit ist Wissenschaft gefährlich." Der Bundesgerichtshof macht klar: "Die vom Funk ausgehende Gefahr muss nicht erst durch wissenschaftliche Forschung bewiesen werden. Es reicht die in der Praxis gemachte Erfahrung, um schließen zu können, dass eine Technologie eine Gefahr darstellt." Manche Menschen sind derart wissenschaftshö-rig, dass sie Erfahrung anzweifeln wegen fehlender wissenschaftlicher Untermauerung und Praxis leugnen wegen fehlender Theorie. Der Psychologe Thorwald Dethlefsen sag-Seite 12 Wissenschaft - wirklich?




te: "Die Glaubensstärke an die Wissenschaft übertrifft leicht die an eine religiöse Sekte." Und: "Die Geschichte der Wissenschaft ist die menschlicher Irrtümer." Von der Universi-tät Ioannina kommt eine spezielle Statistik, nämlich, dass die meisten wissenschaftlichen Arbeiten falsch sind: Interessenabhängigkeit, Befangenheit, schlechte Designs, voreilige Fazits, umkämpfte Forschungsgebiete, Publikationsdruck, Finanzierungssicherung, Be-vorzugung positiver und Unterschlagung unangenehmer Resultate... machen es möglich.


Baubiologie ist Erfahrung und Praxis. Wir arbeiten im unabhängigen und verantwor-tungsvollen Sinne wissenschaftlich. Ich fühle mich der Wissenschaft verpflichtet, der ei-nen Wissenschaft, die Wissen schafft, nicht der anderen. Ich fühle mich dem Leben ver-pflichtet, der Natur, der Schöpfung, der wir es so schwer machen, die wir nach allen Re-geln der Kunst an den Rand des Abgrunds bringen. Unsere baubiologische Zukunft, un-sere Stärke, Lücke, Originalität, unser Sinn liegt in der Alternative zur kopflastigen und interessenverwickelten Wissenschaft und den von Industrie und Politik abhängigen In-stanzen. Wir wollen anpacken, helfen, Probleme bewusst machen und Verbesserungen vorschlagen. Wir schielen nicht danach, der Industrie oder etablierten Organisationen zu gefallen. Wir streben nicht die Einhaltung von Grenzwerten an, sondern die vorsorgliche Risikoreduzierung im machbaren Rahmen. Wir brauchen keine Streicheleinheiten von Unis oder Stempel von Behörden. Wir sind nicht DIN-genormt. Wir haben unser eigenes Konzept, unsere Ideen, unsere Erfahrung und stellen sie in den Dienst am Menschen.


Der Mediziner und Physiker Prof. Dietrich Grönemeyer meint in Beckmanns Talkshow, es gäbe gar kein verbindliches Kriterium, was denn als "wissenschaftlich" gilt oder als "nicht wissenschaftlich". Trotzdem würde man seitens der Politik, Behörden, Industrie und Versicherungen immer so tun und wissenschaftlich anmutende Begründungen aus dem Ärmel schütteln, um die eigenen Ziele zu untermauern. Die Wissenschaft sei zum Erfüllungsgehilfen politischer und wirtschaftlicher Interessen verkommen. Prof. Maria Blettner, die Leiterin der deutschen Interphone-Studiengruppe, bemerkt: "Es muss viel passieren, bis die Wissenschaft Vorurteile ausräumt." Und Prof. Ronald Herberman, Di-rektor des Krebsforschungsinstitutes der US-Universität Pittsburgh, ergänzt mit besorg-tem Blick in Richtung Mobilfunkstrahlung: "Wir sollten nicht auf die endgültige Studie warten, sondern lieber jetzt auf der sicheren Seite irren als es später bereuen."  


Nun ahnen wir vielleicht ein bisschen mehr, was Wissenschaftler (nur die einen, nicht die anderen!), Behörden, Strahlenschützer, Grenzwerterfinder und Industriebosse mei-nen, wenn sie behaupten: "Alles noch nicht richtig bewiesen." Sie meinen: "Augen zu... und durch..., so lange der Rubel rollt..., wird schon gut gehen." Die Grenzwertgläubigen bauen auf Thermik und die Widerstandskräfte von Mensch und Natur. Man hat das Ru-hekissen der Unschädlichkeitsvermutung und viel Geduld bis zum Wirkmodell. So ist die wissenschaftliche Lage nun mal, nicht nur bei uns, weltweit. Und es geht nicht nur um die Frage, ob eine Studie gut oder weniger gut ist, beruhigend oder aufregend, es geht darum, ob sie in das traditionelle Konzept passt, von Anfang an, seit Jahrzehnten, schon zu Zeiten, wo noch keiner an Mobilfunk, Internet und Schnurlostelefone dachte, wo Pul-sung noch kein Thema war, nach wie vor. Und wenn's schief geht? Sorry, konnten wir ja nicht wissen, die wissenschaftliche Beweislage sprach dagegen, damals. So gesehen...


Aber gibt es sie nicht doch, diese wissenschaftliche Oberinstanz, jene graue Eminenz, die mit erhobenem Zeigefinger schlussendlich darüber wacht und beurteilt, was denn nun Beweis oder Hinweis ist, Ergebnis oder Fragezeichen, Sinn oder Unsinn, Wissen oder Vermutung? Beim Elektrosmog vielleicht VDE, TÜV, Forschungsgemeinschaft Funk, Strahlenschutzkommission? Oh je. Die Elektrosmogverordnung? Oh je. Sie können lange suchen. Ich habe sie bis heute nicht gefunden. Und wenn Sie sie finden sollten, jene ent-scheidende wissenschaftliche Instanz, dann geben Sie bitte schnell Bescheid.  


Bis dahin: Passen Sie gut auf sich auf, bauen Sie auf Vorsorge und schützen Sie sich und die Ihnen Anvertrauten, auch ohne schlüssigen Beweis.


Der Vortrag wurde Ende Dezember 2008 überarbeitet.
Beachten Sie das 800-Seiten-Buch "Stress durch Strom und Strahlung" von Wolfgang Maes (ISBN 3-923531-25-7).


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